EINKAUFEN FRÜHER UND HEUTE
Vor 60 Jahren, am 26. September 1957, wurde in Köln der erste Supermarkt Deutschlands eröffnet. Da entdeckten die Menschen eine ganz neue Form, einzukaufen. Plötzlich gab es alles, was man brauchte, in einem großen Laden, im Supermarkt. Und weil die Lebensmittel in großen Mengen verkauft wurden, waren sie im Supermarkt billiger. Aber wie haben die Deutschen eingekauft, bevor es Supermärkte gab? Und wie geht es in Zukunft mit dem Supermarkt weiter?
Früher war das Einkaufen so: man ging in einen kleinen Laden. Es gab einen Verkäufer. Man sagte, was man kaufen wollte, und der Verkäufer holte es und packte es ein. Im Supermarkt ist das nicht mehr so. Man geht durch den Supermarkt und holt sich alles selbst, es steht alles auf Regalen. Wenn man alles hat, geht man zur Kasse und bezahlt. Der Supermarkt kam aus den USA nach Deutschland. Dort gab es schon in den 1930er Jahren Supermärkte. In Deutschland funktionierte die Idee erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland importierte für die Supermärkte dann zum Beispiel exotisches Obst und Gemüse.
Heute sind Supermärkte ganz normal. Die kleinen Läden haben Probleme, weil sie nicht so viele Produkte haben können, und teuer sind. Aber wie lange werden wir noch in Supermärkte gehen? Bei vielen Supermärkten kann man im Internet bestellen. Sie liefern den Einkauf dann nach Hause. Bei Amazon Fresh kann man fast alles online kaufen: auch Obst und Gemüse. Gibt es dann in einigen Jahren keine Supermärkte mehr und wir kaufen nur online? Ist das besser? Das ist nicht sicher. Es ist praktisch, weil wir immer einkaufen können, auch in der Nacht, und weil wir zum Einkaufen nicht in den Supermarkt gehen müssen, wir brauchen nur einen Computer und Internet. Aber kleine Läden sind vielleicht persönlicher und freundlicher.
Text bearbeitet und gekürzt aus Presse und Sprache (September 2017)