BEWEGUNG
Die Weltgesundheitsorganisation sagt, Erwachsene sollen sich mindestens 150 Minuten in der Woche bewegen. Diese 2 ½ Stunden sind das absolute Minimum, ideal wären 5 Stunden.
Etwas mehr als 20 Minuten am Tag, das könnte der tägliche Weg zur Arbeit und zurück auf dem Fahrrad sein oder der Fußweg, um das Kind zur Kita zu begleiten, der Weg ins Zentrum, um mit der Freundin Kaffee zu trinken, der Weg zum Friseursalon. Trotzdem kommt ungefähr ein Viertel aller Erwachsenen nicht auf das Minimum an Bewegung.
Noch schlimmer ist es bei Kindern und Jugendlichen. Eine Stunde täglich sollen sie sich bewegen, an drei Tagen in der Woche richtig Sport machen. Kaum 20 % erreichen das. Kinder sitzen in der Nachhilfe, beim Fremdsprachenkurs oder vor dem Handy.
Sport und Bewegung sind wichtig, um gesund zu bleiben. Nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch Depressionen können vermieden werden. Fünf Millionen Menschen sind letztes Jahr zu früh gestorben, weil sie unfit waren. Im Gegensatz zu Projekten wie zum Beispiel Klimawandel stoppen kann sich hier jeder und jede sofort auf den Weg machen, individuell und in der eigenen Geschwindigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation gibt Empfehlungen zur Intensität und Dauer der Aktivitäten. Es kann das Aufstehen in der Pause sein, der kurze Spaziergang nach dem Mittag im Büro, oder auch die Runde um den Block zwischen Abendbrot und Fernsehen. Wer viel sitzt, sollte sich proportional auch mehr bewegen.
Die Richtung ist klar, wir müssen nur wählen: joggen, tanzen, Haushalt, reiten, zum Bus rennen, Morgenspaziergang, Yoga, Treppen steigen, Gartenarbeit, schwimmen, Rad fahren, wandern … Mein Favorit: am Strand joggen. Und wenn es regnet oder schneit, da habe ich einen Fahrrad-Hometrainer zu Hause oder ich gehe einfach ein paar Mal die Treppe hoch und runter.
Text bearbeitet und gekürzt aus
Kati NIERMANN. „Die WHO sagt so". Taschenspiegel [online] (Februar 2021)